11 Impulsfragen – Blogstöckchen

Oh! Ich freue mich, denn ich fange das Blogstöckchen gerne auf, das mir die liebe Wera von Kulturundkunst mit viel Anlauf zugeworfen hat! Da werde ich mich doch gleich mal an die Beantwortung der Fragen machen, alle Gehirnwindungen anstrengen und hoffen, dass sich kein Knäuel ergibt :)

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1. Wer bist Du?
  • meine Name ist Celia
  • gebürtig aus NRW und wohne inzwischen auch wieder dort
  • 31 Jahre
  • Masterstudium der Innenarchitektur & Raumkunst in Detmold
  • selbstständig (Design und Text)
  • designaffin
  • modeverrückt
  • verliebt in die „Nichtfarben“ Schwarz und Weiss
  • „Hausherrin“ im archicouture LAB
2. Was bedeutet archicouture LAB?

archicouture LAB ist mein Inspirationsraum, mein kreatives Versuchslabor, mein Ort des Nachdenkens und Umsetztens. archicouture ist dabei ein Kunstwort aus Architektur und Haute Couture. archicouture meint dabei jedoch nicht die Blickrichtung von der Mode auf die Architektur, wodurch architektonische Kleidung entsteht – wobei ich hierfür auch Feuer und Flamme bin – sondern den Blick auf das Mensch-Raum-Verhältnis. Im Fokus steht dabei, wie der Raum den Menschen umgibt; ihn ja gewissermaßen bekleidet. Hierzu absolute Buchempfehlung Christa de Carouge: habit – habitat (allein der Einband ist schon ein atmosphärisches Erlebnis!) oder der Klassiker „Bekleidungstheorie“ von Gottfried Semper. Der Begriff archicouture entstand als Bezeichnung für die Abschlussarbeit meines ersten Studienteils, im Zuge derer auf der Basis einer wissenschaftlichen Studie eine Kleiderkollektion entstand: eben die „archicouture“. Da ich hier nicht zu sehr ausschweifen möchte, verweise ich gerne auf meine Kurzvorstellung des Projekts „archicouture“. Heute ist der Begriff mein Steckenpferd, da er meine Interessen und Themenschwerpunkte in sich vereint. So gibt es bislang das archicouture LAB als kreativen Arbeitsplatz. Wer weiß, vielleicht gibt es ja auch irgendwann den archicouture SHOP :) Das wäre toll!

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3. Wie bist Du auf die verschiedenen Themen in Deinem Blog gekommen?

Zum einen sind es Themen aus meinem beruflichen Feld. Hinzu kommen Themen, die mich privat interessieren. Die Übergänge sind hier fließend, sodass ich keine genaue Zuordnung machen kann. Der Blog archicouture LAB ist wie ein Magazin aufgebaut. In den verschiedenen Rubriken findet Ihr verschiedene Artikel: von designtheoretischen, anspruchsvolleren Themen, bis hin zu leichterer Unterhaltung und Design-Experimenten zum Nachmachen. Etwas, was mir am Herzen liegt, ist es, junge Designinteressierte über die etwas kommerzielleren Inhalte auf die Seite zu holen. Vielleicht „verirrt“ sich der eine oder andere ja womöglich zu den designtheoretischen Artikeln und findet Gefallen daran? Das würde mich deshalb so freuen, da ich häufig erlebe, dass in Gesprächen über Ansätze aus der Designtheorie viele meiner Gesprächspartner erstaunt darüber und sehr interessiert daran waren. Das Design eine derartige Unterfütterung besitzt, dass dazu Theorie und sogar Forschung existiert, ist den meisten nicht bewusst. Daher ist es schade, dass viele dieser Inhalte hinter akademischen Mauern bleiben. Wer also auch mal Lust auf etwas theoretische Unterfütterung hat und sich für Design – hier und in anderen Kulturen – interessiert, der sollte immer mal wieder vorbeischauen :)

4. Hast Du schon einen Lieblingsartikel in Deinem Blog? Wenn ja, welchen und warum?

Hmm, … tick tack tick tack… Nein, alle mit viel Herzblut verfasst :) In den verschiedenen Artikeln kann ich meine unterschiedlichen Interessen austoben. Meine bisherigen Kooperationen haben zudem viel Spaß gemacht (z.B. mit den Firmen einSTOFFen und COR, der Koelnmesse, dem Blog Kreativbühne u.a.). Aus einer Kooperation mit letztgenanntem stammt der 3D Pantherkopf zum selbermachen!

Getaggt mit Bestblog, Blogstöckchen, Fotografie, Kultur, Museen, Museum, Social Media

3d Pantherkopf Trophäe vom Blog „Kreativbühne“ // eine sehr nette Kooperation // bei mir gibt es daher den Artikel für die internationalen Besucher in englischer Sprache

Ich liebe ihn! Ich will Zeit zum Basteln!! Jetzt!!!

Viele Stunden später…

5. Da Dein Thema u.a. Design ist, welches ist momentan Dein Lieblingskleidungsstück?

Dieser Neopren Pullover von ASOS white!

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ASOS white // Material: Neopren

6. Was bedeutet Dir Design?

Am Anfang ist es Überwindung. Klingt komisch? Das ist vielleicht vergleichbar mit dem weißen Blatt, auf dem man beginnen möchte einen Text zu schreiben oder etwas zu skizzieren. Es ist der Moment, wo man den Stift ansetzen möchte. Schwierig! Man darf nur nicht über diesen Moment nachdenken, wenn der Stift das Blatt trifft. Das ist wahrscheinlich wie ZEN-Gehen: was ganz Alltägliches, wird mit der Reflexion darüber fast unmöglich. Ist das aber erst einmal überwunden, folgt die kreative Entfaltung; dann der Flow (wo man alles um sich herum vergisst). Leute die Zeichnen, soll man nicht stören, habe ich mal gehört, da sie sich in einer Art tranceähnlichem Zustand befinden. Das ist ein bisschen wie Träumen; manchmal wie Schlafwandeln. Darauf folgt der Thrill. Ein besseres Wort fällt mir hierfür nicht ein): eine Phase zwischen großer Begeisterung für die neuen Ideen und absoluter Frustration, wenn man ihre Schwächen und Unwägbarkeiten entdeckt. Iterativ durchläuft man diese Phase und kämpft sich immer wieder aus den temporären Tiefs. Anstrengend kann es sein, aber man weiß, nur so kann am Ende eine wirklich gute gestalterische Lösung stehen. Die garantiert dann Glücksgefühle :)

7. Welchen schmucken Hingucker würdest Du Dir zulegen, wenn Du frei wählen könntest?

Den Lounge Chair von Charles & Ray Eames, natürlich mit Ottomane oder den Eggchair von Arne Jacobsen. Auf jeden Fall einen Designklassiker!
Möchtet Ihr einen Grund? Die werden nie „out“. Im Zweifelsfall sind sie wie Aktien – das Geld ist gut angelegt.

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Designklassiker // Lounge Chair von Charles & Ray Eames

8. Vor welcher Aufgabe stehst Du gerade? Was sind Deine nächsten Themen?

Im archicouture LAB wird es nun vermehrt „Themenwochen“ geben. Demnächst gibt es z.B.:

  • „Chalet im Frühling“ – Hüttenzauber trifft Hanami
  • „concrete-week“ – wo sich alles um Beton dreht
  • „archicouture for kids“

Passend dazu stelle ich Euch einen besonderen Ort vor, arrangiere eine Interior- oder Styling-Inspirations-Collage und zeige Euch ein kleines DIY-Projekt – zum selbermachen. Ein dazu passendes Zitat, sowie ein bisschen designtheoretische Unterfütterung darf natürlich nicht fehlen. Außerdem wird es in Zukunft das eine oder andere Interview geben. Hierzu spreche ich mit kreativen, designaffinen Menschen aus anderen Berufsgruppen über Ihre Haltung zu Design und Ihre Haltung  zum Thema „Mensch und Raum“. So wird es Ende des Monats ein Interview mit einem renommierten DJ aus Köln geben, in dem wir uns über das Thema „Psychoakustik“ unterhalten werden.

9. Wenn Du jemanden mit einem Satz vom Bloggen überzeugen müsstest, welcher wäre das?

Freiheit zu schreiben, worüber DU möchtest, und eine echte Leserschaft (quasi ab Stunde 1) und Kontakte da draußen zu finden, die weit über den normalen Wirkkreis hinausgehen :)
Sorry, der muss noch (Berufskrankheit): = eine Erweiterung des physischen Selbst in den sozialen Raum des Internet hinein, und am Ende doch wieder zu einer physischen Person ;)

10. Woher holst Du Dir Deine Inspirationen?
  • atmosphärische Orte
  • Reisen
  • Blogs
  • Printmagazine
  • aber natürlich auch – und nicht zuletzt – in persönlichen Gesprächen!

 

11. Latte Macchiato oder Galão? Oder weder noch?

Egal, gib her :) Nein, eigentlich habe ich gerade einen kleinen Kaffeeentzug hinter mir ;)

 

Und nun atme ich tief aus, nachdem ich so viel geschrieben habe, – aber ein Impuls kann ja manchmal viel nach sich ziehen – und werfe mein Blogstöckchen weiter an den Blog des LWL Landesmuseum für Kunst und Kultur in Münster, die uns mit Ihrem tollen Blog immer auf dem Laufenden halten und ein großes Bauvorhaben ganz bald hinter sich gebracht haben werden. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf die Eröffnung!

  1. Der LWL baut neu. Warum?
  2. Wann werden die neuen „Hallen“ der Öffentlichkeit präsentiert/offiziell eröffnet?
  3. Was passiert mit dem Altbau? Kannst Du schon etwas zum Übergang verraten? Welcher konzeptionelle Gedanke steht dahinter?
  4. Gibt es ein spezielles Raum- und Farbkonzept?
  5. Welcher Ansatz steht dahinter?
  6. Wer ist der Architekt? Warum fiel die Entscheidung für ihn?
  7. Wird der öffentliche Raum integriert?
  8. Öffentlicher Raum = Sozialer Raum?
  9. Ein Werk von Otto Piene zierte bislang die Fassade. Gibt es ein neues Fassadenkonzept? Was passiert nachts?
  10. Gibt es einen Ansatz, wie sich die Besucher das Museum „aneignen“ können/sollen (z.B. im Sinne der Interaktion innen oder ausßen; vgl. street art, urban knitting u.ä.)
  11. Welche Bedeutung hat der virtuelle Raum für Dich (Social Media, Virtuelles Museum)?

 

Hier seht Ihr, welchen Weg das Blogstöckchen schon hinter sich hat:

http://sinnundverstand.tumblr.com/post/74733243722/best-blog-award-11-fragen-1-stoeckchen

http://www.kultureventbuero.de/allgemein/blogstoeckchen-morgen/

http://www.tanjapraske.de/2014/03/12/best-blog-blogstoeckchen-gefangen-und-gespitzt/#more-345

http://mythos-hammaburg.de/content/blogstock

http://kulturundkunst.wordpress.com/2014/03/20/blogstockchen-11-impulsfragen-vom-amh/

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Eine Antwort zu “11 Impulsfragen – Blogstöckchen

  1. Ein wunderbarer Beitrag, der die Blogstöckchenrunde außergewöhnlich ergänzt!
    Das Thema „Designtheorie“ klingt spannend, ich freue mich schon auf viele weitere Beiträge von Dir. Bei dem Designklassiker stimme ich Dir 100%ig zu, für den Lounge Chaire hätte ich mich wohl auch entschieden. So bequem! Zeitlos und sieht immer gut aus.

    Grüße, Wera

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